Supermond: Urania Spezialführung

Heute muss alles Mega oder Super sein, so auch der gute alte Mond. Auf seiner Bahn um die Erde, die eigentlich eine durch die Erde "gestörte" Bahn um die Sonne ist, behält er nicht immer den gleichen Abstand. Ist er uns sehr nahe und haben wir gerade Vollmond, dann sprechen wir von einem "Supermond". Der Unterschied ist, wie man hier sehen kann, nicht sehr auffällig (von der psychologischen, durch Medienmeldungen angefeuerten verzehrten Wahrnehmung einmal abgesehen):

Image: Marco Langbroek

Da  der Mond immer schön gleichmässig rotiert (Drehimpuls konstant), aber wegen der Bahnellipse mal etwas voraus oder hinterherläuft, sehen wir ihn auf seiner Bahn hin und her schwanken (die sog. horizontale Libration):

Image: Arno van Werven

Da zudem die Monddrehachse (der Mond dreht sich einmal pro Monat um seine Achse) nicht genau senkrecht auf der Mondbahn steht, kippt der Mond aus unserer Perspektive gesehen auch etwas vor und zurück (vertikale Libration). Wenn man einen Zeitraffer Film der Mondbewegung ansieht, sieht es recht interessant aus.

Die Libration ist sehr nützlich, weil wir dadurch fast 59% der Mondoberfläche von der Erde aus betrachten können.

Dez 4
Wem das jetzt zu kompliziert ist oder wer noch mehr wissen will, der besucht  am Besten am 4. Dezember die Spezialführung in der Urania Sternwarte.

Weitere Information: Urania Sternwarte


Von der Sternwarte zur Citizen Science – Abendlabor mit Kevin Schawinski

Nov 21

Im Collegium Helveticum gibt es einen interessanten Vortrag von Prof. Kevin Schawinski vom Institut für Teilchen- und Astrophysik der ETH Zürich. Schawinski war an der Gründung von Galaxy Zoo beteiligt. Mit sogenannten Citizen Science Projekten, also Wissenschaftliche Untersuchungen unter Beteiligung von "Menschen wie du und ich", untersucht Schawinski  bei Galaxy Zoo mit einigen 100'000 Freiwilligen eine Million Galaxien im Sloan Digital Sky Survey und untersucht damit wie sich Galaxien entwickelt haben.  Für diese Arbeit wurde er kürzlich mit dem MERAC Preis ausgezeichet.

Weitere Details


Die Evolution der Galaxien - vom frühen Universum bis heute

Image: Chris Martin / PCWI / Caltech.

Nov 17
Galaxien bestechen durch ihre eleganten Spiralarme und vielfältige Formen. Doch wir sehen nur einen kurzen Augenblick in ihrer Entwicklung, die mit der Entstehung der ersten Sterne und Proto-Galaxien kurz nach dem Urknall begonnen hat und selbst heute noch nicht abgeschlossen ist. Die einzige Konstante im Universum ist auch die Veränderung, ganz wie im richtigen Leben. Im Vortrag von Prof. Pascal Oesch vom Observatoire Astronomique de l’Université de Genève erfahren wir mehr über die Suche nach Proto-Galaxien im frühen Universum und wie sich aus ihnen die heute existierenden Galaxien entwickelt haben.

Details wie immer unter: www.aguz.ch


Schwarze Löcher in den Zentren von Galaxien

Okt 27
In den Zentren aller Galaxien scheint es sehr massereiche Schwarze Löcher zu geben und die Entstehung dieser Objekte ist noch nicht ganz verstanden. Erstaunlicherweise gibt es einen statistisch belegbaren Zusammenhang zwischen der Masse dieser Schwarzen Löcher und der Masse ihrer Heimatgalaxien (genauer mit der Masse vom Bulge der Galaxie). Galaxien mit mehr Masse beherbergen proportional grössere Schwarze Löcher. Sind diese gemeinsam entstanden, wäre das vermutlich keine Überraschung, denn wo viel Gas ist entstehen eben viele Sterne und können grössere Schwarze Löcher entstehen (durch Kollaps eines Teils der Gasmasse bevor sich Sterne bilden). Jedoch wissen wir auch, dass Galaxien durch Merger entstehen. Warum das Massenverhältnis dann nicht gestört wird, ist dann doch etwas erstaunlich. Eigentlich müsste dann die Entwicklung auseinanderlaufen, weil Galaxien einfacher verschmelzen als Schwarze Löcher. Durch das spannende Thema führt Dr. Nadine Neumayer aus Heidelberg.

Details wie immer unter: www.aguz.ch

Reisebericht zur Sonnenfinsternis in Oregon

Mindestens einmal im Leben eine totale Sonnenfinsternis zu erleben, das wünscht sich wohl jeder Sternenfreund. Bisher hatte ich immer nur partielle, zumeist hinter Wolken versteckte, Finsternisse erlebt und habe zunächst auch meine Erwartungen nur wenig hoch geschraubt. Ein paar Minuten ist die Sonne weg und dann wieder da, kein Ereignis, für welches sich die Reise um die halbe Welt lohnt, oder doch? Gemeinsam mit der Familie war ich von San Francisco in Kalifornien nach Oregon mit dem Wohnmobil unterwegs und als Highlight der Veranstaltung Reise war die visuelle Beobachtung der Sonnenfinsternis in Madras/Oregon geplant. Dieser Ort war von Sky & Teleskope und Sterne und Weltraum als der Ort mit der höchsten Wahrscheinlichkeit für unbewölkten Himmel empfohlen worden; ein Umstand der zu ungewöhnlich hohem Verkehrsaufkommen und ausgebuchten Campingplätzen geführt hat. Mit zunehmender Reisevorbereitung ist das Highlight immer mehr zum dominierenden Element geworden - hatten wir genug Wasser, würden wir im Stau stecken bleiben oder sonst ein Ausnahmezustand eintreten? In der Tat war der nur für die Sonnenfinsternis angelegte grosse Platz ausgebucht, aber das Chaos blieb aus. Lediglich die Duschen waren 2 Tage nicht benutzbar, weil die Versorgungslaster im Stau stecken blieben. Continue reading

Mondfinsternis

Die folgenden Bilder entstanden am 7. August 2017 beim Greifensee mit Sicht auf den Berg Bachtel.